Mitteilungspflicht des Arbeitgebers über Verfall von Urlaub

Das Jahresende naht und viele Arbeitnehmer haben noch nicht ihren Jahresurlaub vollständig genommen oder bis zum Jahresende verplant. Was müssen Arbeitgeber beachten, wenn noch Urlaubsansprüche von Arbeitnehmern bis zum Jahresende bestehen, die nicht genommen werden, obwohl es den Arbeitnehmern aus persönlichen und betrieblichen Gründen möglich ist den Urlaub zu nehmen?

Nach aktuellen Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und nun auch dem Bundesarbeitsgericht (BAG) sind die Arbeitgeber verpflichtet, ihre Arbeitnehmer ausreichend über den Umfang ihres Urlaubs und dessen möglichen Fortfall zum Jahresende zu unterrichten. Kommen Sie Ihrer Mitteilungspflicht nicht nach kann der Urlaub nach den gesetzlichen Regelungen des § 7 Abs. 3 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG), wenn er nicht vom Arbeitnehmer genommen wurde, nicht verfallen.

  • Die Unterrichtung des Arbeitnehmers muss enthalten:
  • eine Information über die Zahl der dem Arbeitnehmer zustehenden Urlaubstage,
  • die Aufforderung, den Urlaub so rechtzeitig zu beantragen, dass er noch im laufenden Urlaubsjahr genommen werden kann und
    einen eindeutigen Hinweis, dass der Urlaub ersatzlos verfallen wird, wenn er innerhalb des Bezugszeitraums nicht genommen wird.

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